Guggenheim Museum mit einzigartiger Sammlung und Architektur

Guggenheim Museum

Guggenheim Museum: Extravagant und außergewöhnlich

Mit Museen ist New York bekanntlich überreich gesegnet, das Angebot an hochkarätiger Kunst aus allen Epochen und Regionen ist kaum zu überblicken. Neben Highlights wie dem Metropolitan Museum of Art und dem Museum of Modern Art sticht vor allem das Guggenheim Museum heraus. Sowohl wegen seiner exquisiten Sammlung moderner Kunst, als auch wegen seiner außergewöhnlichen, extravaganten Architektur.

Moderne Malerei im Guggenheim Museum

Die Sammlung ist einzigartig. Sie hat ihren Schwerpunkt in der abstrakten Malerei. Aber auch herausragende Werke des Impressionismus, der Klassischen Moderne, des Konstruktivismus und des Surrealismus sind darunter. Unter den vertretenen Künstlern seien mit Pablo Picasso, Paul Gauguin, Donald Judd, Wassily Kandinsky, Constantin Brancusi und Marc Chagall nur die bedeutendsten genannt. Das Solomon R. Guggenheim Museum, wie es offiziell heißt, wurde 1939 gegründet und liegt an der Upper East Side, zwischen dem Central Park und dem East River.

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Beratung von der deutschen Künstlerin Hilla von Rebay

Damals in den Jahren 1929 und 1930 begann der Industrielle Solomon R. Guggenheim eine Sammlung avantgardistischer moderner Kunst aufzubauen. Dabei beriet ihn beim Ankauf die junge deutsche Künstlerin Hilla von Rebay. Sie brachte ihn erst mit dieser Kunst in Berührung, nachdem er anfangs noch Werke Alter Meister gesammelt hatte.

Erste Ausstellungen in der Hotel Suite

Die wachsende Sammlung stellte Guggenheim in den darauf folgenden Jahren in seinem Apartment im New Yorker Savoy-Plaza Hotel aus. Neuerwerbungen präsentierte er der Öffentlichkeit zudem in kleinen Ausstellungen. Das war der Beginn einer beispiellosen, typisch amerikanischen Erfolgsstory.

Außergewöhnliche Architektur schon in den 50er Jahren

Guggenheim und von Rebay beauftragten 1943 den bekannten Architekten Frank Lloyd Wright, ein neues Museumsgebäude zu entwerfen. Es sollte zwischen der 88. und 89. Straße an der Fifth Avenue entstehen. Der Bau wurde aber erst zwischen 1956 und 1959 realisiert, was u.a. an finanziellen Schwierigkeiten infolge des Zweiten Weltkrieges lag. Überdies war das Äußere des geplanten Museums umstritten und fand nicht nur  Zustimmung. Am 21. Oktober 1959 wurde schließlich das neue Museumsgebäude eröffnet, ein halbes Jahr nach dem Tod Wrights. Der Neubau kostete drei Millionen US-Dollar.

Frank Lloyd Wrights epochale Architektur des Guggenheim Museums

Kontinuierlich, leicht abfallenden Rampe im GuggenheimFrank Lloyd Wrights Gebäude hat die Grundform einer schneckenförmig gewundenen Rotunde und erstreckt sich über acht Etagen. Der Besucher wird nach dem Betreten des Gebäudes in einen Fahrstuhl gebeten, um die Kunstwerke der verschiedenen Galerien von oben nach unten auf einer kontinuierlich, leicht abfallenden Rampe anzusehen. Insgesamt vereint das Museum in sich verschiedene geometrische Formen wie Dreiecke, Kreise, Ovale, Bögen und Quadrate. Neben dem Hauptgebäude steht noch eine kleine Rotunde. In der waren zuerst die Wohnungen Guggenheims und Rebays untergebracht, bevor Büros einzogen. Mit der Erweiterung des Museums zu Beginn der 1990er Jahre realisierte man dann den ebenfalls von Wright geplanten Turm.

Die aufwändige Restaurierung des Guggenheim Museums

Von September 2005 bis Juli 2008 verschwand das Museum hinter einem Baugerüst. Ein Team aus Architekten, Bauingenieuren und Restauratoren führte zunächst eine Begutachtung und schließlich eine aufwändige Restaurierung der Außenfassade durch. Bei den Arbeiten wurden elf Farbschichten abgetragen, äußere Risse gekittet, Stahlkonstruktionen in Stand gesetzt und der Beton repariert und verstärkt. Die Arbeiten waren dann im September 2008 abgeschlossen. So erstrahlt das Museum seit seinem 50. Geburtstag im Jahr 2009 entsprechend in neuem Glanz und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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