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Times Square – 50 Millionen Besucher jährlich

Times Square New York

Times Square is the heart of the city

Sie ist das unangefochtene Herz New Yorks, mit allem, was dazu gehört. Geliebt, gehasst, überlaufen, laut, herausfordernd und fesselnd zugleich. Eine eigentlich unschöne und gesichtslose Straßenkreuzung in Manhattan namens Times Square. Aber wer sich einmal dort aufhält, kann sich dem Eindruck nicht entziehen, im schillernden Zentrum der Welt zu stehen.

Mit mehr als 50 Millionen Besuchern im Jahr ist der Times Square in New York City, der Stadt voller weltberühmter Sehenswürdigkeiten. Mit seinen riesigen Billboards, seiner ganz eigenen Mischung aus Business, Entertainment und Lifestyle ist er wie ein Konzentrat der Stadt. Hier scheint New York am „amerikanischsten“ und zugleich am kosmopolitischsten zu sein. Somit ist der Ansturm der Touristen aus aller Welt auch nicht verwunderlich.

Entertainment und Shopping mitten im Theater District

Alles ist möglich, alle Wünsche sind erfüllbar, das ist die Botschaft der unzähligen riesigen LED-Werbetafeln. Grell blinkend und bunt entlassen sie ihre Versprechen von den Hausfassaden unaufhörlich und unübersehbar in die Straßenschlucht. Sie sind ein Teil der Faszination dieses Platzes.

Der andere Teil sind die Theater – der Times Square ist schließlich der Mittelpunkt des Theater Districts. Auch der legendäre Broadway ist eine der Straßen, die zum Platzareal gehören. Über 40 große und kleine Bühnen, darunter viele Musical-Spielstätten, versammeln sich um das Terrain und ziehen Millionen begeisterte Besucher an.

Der Times Square lädt zu allerlei mehr Aktivitäten ein. Entspannt den Platz auf sich wirken lassen, in Ruhe das quirlige Treiben beobachten. Oder sich gleich in das Vergnügen Schlemmen und Shoppen stürzen. Es gibt rund um den Platz eine Vielzahl an bekannten Themen-Restaurants, wie z.B. das Hard Rock Café oder Planet Hollywood. Unzählige Läden warten auf Shopping-Fans, darunter große Ketten einschlägiger Modemarken, Boutiquen von Disney und anderen Top-Entertainern sowie edle Labels in noblen Flagship-Stores.

Jedes Jahr auf’s Neue: „Happy New Year“ mit Ball Drop

Das war nicht immer so. In den 1970er Jahren war der Times Square sogar ein eher ungemütlicher, ja gefährlicher Ort, wo Drogenhandel und Prostitution an der Tagesordnung standen. Es wurde saniert und renoviert, neue Geschäfte und Hotels siedelten sich an, danach begann der Aufschwung. Mittlerweile ist der Platz sogar verkehrsberuhigt und einer der sichersten in ganz New York. Seinen Namen hat er übrigens von der berühmten Tageszeitung „New York Times“, die hier 1904 ihr Verlagsgebäude errichtete.

Einmal jährlich erlangt der Times Square eine weltweite Aufmerksamkeit, die ihresgleichen sucht. Am letzten Tag des Jahres steigt hier unter reger Promi-Beteiligung die ultimative Silvester-Party, deren Höhepunkt der von hunderttausenden Besuchern begeistert gefeierte „Ball Drop“ ist. Ist die schillernde Kugel unten, heißt es von hier: „Happy New Year“!

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Wolkenkratzer im Stahl- und Betonwald Manhattan

Manhattan Wolkenkratzer

Manhattan wollte schon immer hoch hinaus

Manhattans Geschichte ist die Geschichte der Wolkenkratzer. Nirgendwo sonst auf der Welt stehen so viele »Skyscraper« so dicht auf engstem Raum. Denn Manhattan ist klein, gerade mal 20 km lang und 4 Kilometer breit. Deswegen bestand schon früh der Wunsch in die Höhe zu bauen. Leider war das in diesen Zeiten nur bis höchstens 6 Stockwerken möglich. Das war die Höhe, die die Menschen damals zu Fuß erreichen konnten.

Erfindungen ermöglichen die ersten Hochbauweisen in Manhattan

Erst die Erfindung des Aufzugs von Elisha Graves Otis und der Einsatz von Gußeisenskeletten änderte dies. In SoHo entstand daraufhin das erste Haus, bei dem diese beiden Innovationen zum Einsatz kamen. Dabei ist das Haughwout Building aber dennoch nur fünf Stockwerke hoch. Erst 1875 hatte man mit dem Western Union Building zehn Stockwerke erreicht.

Kurze Zeit später führte der nächste große Innovationsschub zum Einsatz von Stahl und Beton. Gusseisenbauteile wurden nur noch als Fassadenschmuck verwendet. Immer höher zu bauen hätte auch immer dickere Grundmauern verlangt, was bei dem Raummangel in Manhattan nicht sinnvoll war. Erst der Einsatz der Stahlskelettbauweise öffnete den Himmel für die Bauherren. Denn diese Stahlkonstruktion trägt das gesamte Gewicht und gibt die Belastung an das Fundament weiter.

Der erste Wolkenkratzer in Manhattan

Nur damit war die Errichtung des dreizehnstöckigen Tower Buildings auf einer nur 65 Quadratmeter großen Baufläche im Jahre 1888 möglich. Er wird als der erste Wolkenkratzer New Yorks bezeichnet. 26 Jahre später schon wurde dieses spektakuläre Bauwerk abgerissen, da war das damals höchste Gebäude in Manhattan, das Woolworth Building, schon über 240 m hoch!

Manhattan Flatiron BuildingVorher jedoch wurde das auffälligste Hochaus in Manhattan mit dieser Stahlskelettbauweise errichtet, das Flatiron Building. Seine 20 Stockwerke mit sechs hydraulischen, dampfgetriebenen Otis-Aufzügen wurden auf einem kleinen Dreieck an der Kreuzung zwischen Broadway und der Fifth Avenue auf der Höhe der 23. Straße gebaut.

Nach nur sagenhaften 18 Monaten Bauzeit war 1931 der bis heute berühmteste Wolkenkratzer New Yorks fertiggestellt. Mit seinen 102 Stockwerken und 381 Metern hat es das Woolworth Building abgelöst. Das Empire State Building war das höchste Gebäude weltweit – und das für lange Zeit. Beide Meilensteine der Bauarchitektur errichtete man im selben Verfahren: die Verbindungen der Stahlelemente mit Nieten. Dabei wurden sie noch rotglühend in die Löcher der Träger eingeführt, wo sich verschmolzen und abkühlten. Jeder kennt die einzigartigen Fotos mit den tollkühnen Bauarbeitern, die in luftiger Höhe auf schmalen Stahlträgern standen und diese Arbeitsschritte durchführten.

Der berühmteste Wolkenkratzer steht in Manhattan

Manhattan Empire State BuildingZuerst wurden die Stahlelemente von einer Montage-Einheit in die richtige Stellung gebracht, bevor eine Arbeitsgruppe von fünf Männern das Vernieten durchführte. Einer (»Heater«) erhitzte sie auf einer Schmiede und warf sie dem »Catcher« zu, der sie in einem Eimer abkühlen ließ und eventuellen Zunder abklopfte. Danach rammte er sie in das Loch, während ein weiterer Arbeiter (»Bucker-Up«) sie festhielt und der »Driver« sie mit einem Drucklufthammer breitschlug. In einer Schicht von 7,5 Std. befestigte der Bautrupp so bis zu 800 Nieten. Der komplette Aufbau des Stahlskeletts mit seinen 102 Stockwerken dauerte daher nur sechs Monate.

Heute verwendet man ganz andere Bautechniken. Entweder verschweißt man Stahlskelettverbindungen oder die Wolkenkratzer bestehen aus Beton. Die senkrechten Pfeiler werden um Stahlstäbe herum mit Beton gegossen, bei den waagrechten Geschossen wird der Beton in Holzformen inklusive Stahlgeflecht gepumpt. So erhöht sich der künftige Wolkenkratzer Stockwerk um Stockwerk. In der letzten Bauphase sind die Außenfassaden an der Reihe, die aus unterschiedlichsten Materialien, wie z.B. Glas, Fliesen, Aluminium usw. bestehen kann, da sie nicht die Gebäudebelastung tragen müssen.

Spektakuläres World Trade Center

Manhattan WTC World Trade CenterBei modernen Hochäusern liegen unter der Erdoberfläche nicht nur Nutzungsräume und Zugänge sondern vor allem die lebenswichtigen Fundamente. Das ehemalige World Trade Center (WTC), nach fünfjähriger Bauzeit 1972 eröffnet, hat eines der imposantesten je errichteten Fundamente. Dabei wurde eine Baufläche von der Größe von 16 Fußballfeldern 20 Meter tief – erst dann begann festes Grundgestein – ausgegraben. Nicht unproblematisch durch die Nähe am Hudson River. Deswegen wurde um diese riesige Fläche herum ein Graben ausgehoben und mit Beton ausgegossen, der als Damm ein Eindringen des Flusswassers verhinderte. Nach der Ausgrabung des Bodens wurden die beiden Fundamente für die Zwillingstürme gegossen, die drei Jahre lang die höchsten Gebäude der Welt waren, bevor sie der 1974 fertiggestellte Sears Tower in Chicago mit 443 Metern ablöste.

Super Skyscraper One World Trade Center

Heute spricht man von »Super-Wolkenkratzern«. So einer steht nun seit 2014 anstelle des ehemaligen World Trade Centers, das 2001 zerstört wurde. Mit 541,3 Metern ist es derzeit (2018) das sechsthöchste Gebäude der Welt und natürlich das höchste in Manhattan.

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Metropolitan Opera im Lincoln Center for the Performing Arts

Metropolitan Opera Lincoln CenterNur die Besten in der Met!

Die Metropolitan Opera – oder kurz die Met, wie sie liebevoll von den New Yorkern und Besuchern genannt wird – gehört neben der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala zu den berühmtesten und größten Opernbühnen der Welt. Gegründet wurde sie schon 1880. Von Anfang an war einer der Grundsätze der Opernintendanz, immer die besten und bekanntesten Dirigenten, Sänger und Musiker zu engagieren. Dabei ist es bis heute geblieben.

Spielort war bis 1966 ein Operngebäude nahe der 39. Straße am Broadway. Berühmte Künstler gaben sich hier die Klinke in die Hand. 1903 debütierte Enrico Caruso und blieb bis 1920. 1908 kam Gustav Mahler an die Met. Im gleichen Jahr wurde Arturo Toscanini Chefdirigent, Puccini ließ hier zwei seiner Opern uraufführen. 1956 beehrte Maria Callas erstmals die New Yorker Oper. 1966 bezog die „Metropolitan Opera Company“ – so der offizielle Name – das neue Gebäude im großen Komplex des Lincoln Centers, zu dem insgesamt elf kulturelle Einrichtungen gehören. Darunter die berühmte Juilliard School sowie die einstige Avery Fisher Hall, die heute David Geffen Hall heißt – sie ist Spielstätte der New Yorker Philharmoniker.

Metropolitan Opera: Ein Haus der Superlative!

Pro Saison werden etwa 20 bis 25 Opern gespielt, vom Klassiker bis zu ganz modernen Werken. Insgesamt gibt es in einer Spielzeit etwa 200 Aufführungen, zu denen ungefähr 800.000 Menschen kommen. Zu diesen rekordverdächtigen Zahlen passt, dass rund 3.900 Zuschauer im Saal Platz finden. Damit zählt das Opernhaus zu den größten Musiktheatern der Welt! Auch das Gebäude im Stil der Moderne mit seinen riesigen Bogenfenstern ist beeindruckend. Entworfen wurde es, wie alle Teile des Lincoln Centers, von Wallace Harrison. Blickfang im riesigen Zuschauerraum ist der überaus prächtige Vorhang, der mit Kordeln aus Seide und mit unzähligen Pailletten ausgestattet ist.

Die geführte Backstage-Tour in der Metropolitan Opera

Natürlich sollte man versuchen, während eines New-York-Aufenthalts Karten für eine Aufführung zu ergattern. Der Besuch einer Oper hier ist ein ganz besonderes Erlebnis, bei dem man die besondere und zu Recht berühmte Akustik erleben kann und sich vom Geschehen auf der riesigen Bühne gefangen nehmen lässt. Aber nicht immer bekommt man Karten. Trotzdem ist es möglich, das Opernhaus zu besichtigen. Jedenfalls sollte man als New-York-Fan unbedingt eine Führung durch die Met einplanen. Sehr unterhaltsam sind Touren, die regelmäßig stattfinden. Dabei gibt es unterschiedliche thematische Angebote.

Besonders spannend sind die Backstage-Touren mit viel Informationen zur Bühnentechnik und Aufführungspraxis, aber auch zum Haus und seiner Geschichte. Diese werden während der Saison werktags um 15 und sonntags um 10.30 und 13.30 Uhr angeboten. Wer die Oper besucht, sollte unbedingt auch einen Abstecher in den Shop machen. Dort gibt es nicht nur signierte Porträts berühmter Komponisten, sondern auch CDs, Kostüme, Operngläser und einiges mehr. Tolle Souvenirs und beliebte Mitbringsel für die Lieben daheim!

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Empire State Building – weltberühmte Art-Déco-Ikone

Empire State Building, Manhattan, New York

Art-Déco-Ikone Empire State Building

Viele Besucher New Yorks halten das Empire State Building für den schönsten Wolkenkratzer der Stadt. Und man kann es auf jeden Fall verstehen! Die elegante Silhouette, die schwebende Leichtigkeit der Architektur, die stilvolle, ganz in kostbarem Marmor gehaltene Lobby strahlen genau jene Gediegenheit des Art-Déco-Stils aus, der noch heute stellvertretend für den Glamour der amerikanischen Metropole am Hudson steht. Das sah man übrigens kurz nach der Einweihung des spektakulären Gebäudes im März 1931 auch schon so, denn nur wenig später diente die Spitze des Wolkenkratzers als atemberaubende Kulisse für den Manhattan-Auftritt des Riesenaffen »King Kong« im bis heute unvergessenen gleichnamigen Hollywood-Grusel-Klassiker.

Wechselndes Farbenspiel in den oberen Etagen bei Nacht

Empire State Building bei Nacht
Fakt ist: Wenn man in New York ist, muss man hin zum Empire State Building. Das wohl bekannteste Gebäude New Yorks sowie eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Mit seiner Antenne auf dem Dach misst der Riese rund 443 Meter und gehört damit immer noch zu den höchsten Gebäuden des »Big Apple«. Durch seine markante Spitze, die samt der oberen Etagen in den Abendstunden eindrucksvoll in wechselnden Farben beleuchtet ist, gehört der Wolkenkratzer zu den auffälligsten Architekturikonen der Stadt.

Zentraler Orientierungspunkt in Midtown Manhattan

Die genaue Adresse ist 5th Avenue, zwischen der 33. und 34. Straße in Midtown. Daher ist der Riese nur wenige Gehminuten von vielen anderen bekannten Spots entfernt. Der Herald Square, an dem das weltberühmte Kaufhaus Macy’s seinen größten Store hat, liegt beispielsweise gleich um die Ecke. Andere Highlights wie der Times Square, Madison Square Garden oder das Flatiron Building sind in wenigen Minuten zu erreichen. Die U-Bahn-Linien B, F, M (alle orange) halten einen Block entfernt an der Station »34 St. Herald Sq«. Oder Sie nehmen die grüne U-Bahn-Linie 6, die zwei Blocks weiter an der Station »33 St« in der Park Avenue hält.

Höhenrausch auf der Aussichtsplattform

Empire State Building AussichtsplattformZiel aller Besucher ist die Hauptaussichtsplattform – auch »Observation Deck« genannt – in der 86. Etage. In 320 Metern Höhe wird ein herrlicher Ausblick über New York und bei klarer Sicht auch weit ins Land oder über das Meer garantiert. Die Öffnungszeiten sind leicht zu merken und immer gleich: Von morgens acht bis nachts um zwei kann man sich dem Höhenrausch hingeben. Wer übrigens ganz besonders fit ist, kann es den Teilnehmer am jährlichen Treppenlauf, dem »Empire State Building Run-Up«, nachmachen. Dabei erklimmen die sportlichen Akteure ebenfalls die Aussichtsplattform in der 86. Etage. Aber nicht mit Hilfe der bequemen Aufzüge, sondern durch das Treppenhaus über insgesamt sage und schreibe 1.576 Stufen!

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Ground Zero Gedenkstätte und 9/11 Memorial Museum

Ground Zero Gedenkstätte mit 9/11 Memorial MuseumGround Zero Memorial New York

Das Unbegreifliche erfahrbar zu machen ist das Anliegen der Gedenkstätte und des neu eingerichteten Museums auf dem Gelände von Ground Zero. Jenem Ort, an dem bis zum 11. September 2001 die beiden Türme des World Trade Centers standen. An diesem Tag wurden die Wolkenkratzer durch Terroranschläge zum Einsturz gebracht, bei denen fast 3.000 Menschen ihr Leben verloren. Weitere Anschläge erfolgten in Washington D.C. und andernorts. Ganz Amerika leidet bis heute unter dieser entsetzlichen Tat.

Ground Zero mit viel Grün und Wasserfällen

Die Gedenkstätte, die an den schrecklichen Tag erinnert, ist ein sehr emotionaler und bewegender Ort, zugleich aber auch hoffnungsvoll. Außerdem lebendig gestaltet durch viel Grün und Wasserflächen, die den Hauptteil des Areals einnehmen. Genau dort, wo die beiden Twin Towers standen, befinden sich entsprechend zwei große, viereckige Becken, von deren Rändern aus Wasserfälle neun Meter in die Tiefe stürzen. Auf den bronzenen Einfassungen der Becken sind die Namen aller Opfer der Anschläge eingraviert.

Der »Survivor Tree« als lebendiges Symbol

Umgeben ist die Gedenkstätte von mehr als 400 Eichenbäumen. Auch eine Chinesische Wildbirne ist darunter, als »Survivor Tree« bekannt. Nach dem 11. September fanden Arbeiter in den Trümmern am Ground Zero den beschädigten Baum mit gerissenen Wurzeln und verbrannten, abgebrochene Ästen. Der Baum wurde daraufhin in einem Park in New York City gehegt und wieder gesund gepflegt – mit Erfolg. Seit 2010 steht der auf inzwischen neun Meter gewachsene Survivor Tree wieder auf Ground Zero. Als lebendiges Symbol für Widerstandsfähigkeit, für das Überleben und die Wiedergeburt.

9/11 Memorial Museum auf dem Ground Zero

Seit dem Frühjahr 2014 wird die Gedenkstätte um ein Museum bereichert, das Präsident Obama im Mai persönlich eröffnet hat. Es ist unterirdisch auf sieben Stockwerke angelegt; man spürt sofort die ganz besondere, persönliche Atmosphäre, die dieser Ort ausstrahlt. Mit viel Feingefühl wird dabei an die Ereignisse vom 11. September 2001 erinnert.

Teile der ursprünglichen Fassade der Twin Towers, Reste eines verbrannten Krankenwagen, zerstörte Telefonzellen, mit Asche bedeckte Kleidungsstücke sowie Helme, die  Rettungskräfte trugen, gehören zu den ergreifendsten Objekten in diesem Haus. Per Touchscreen kann man hierzu auf einer großen Bilderwand mehr über die Opfer erfahren, die bei den Anschlägen ums Leben gekommen sind. Besonders beeindruckend sind auch Teile einer Betontreppe, über die Hunderte von Menschen versucht haben, aus dem brennenden Hochhausturm zu entkommen.

Ground Zero lässt niemanden unberührt

Niemand bleibt jedenfalls unberührt, der die Gedenkstätte und das Museum besucht hat. Der Terrorakt vom 11. September 2001 ist ein Teil der Geschichte New Yorks. Ein Besuch von Ground Zero ist auf jeden Fall eine besondere Erfahrung und eine Bereicherung. Er trägt mit dazu bei, Amerika und die Amerikaner zu verstehen. Der Eintritt zur Gedenkstätte ist frei. Das Museum ist von 8.30 bis 20.30 geöffnet, der Eintritt beträgt 24 Dollar.

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Carnegie Hall – Einer der berühmtesten Konzertsäle der Welt

Carnegie Hall New York
Die Carnegie Hall in Manhattan zählt zu den berühmtesten Konzertsälen der Welt. Diesen Ruf hat die an der 57. Straße in Manhattan gelegene Spielstätte nicht nur wegen den Großen des Musikgeschehens, die hier im Laufe der über hundertjährigen Geschichte der Halle aufgetreten sind. Sondern auch wegen der legendären Akustik des Großen Saales, die als weltweit einmalig gilt.

Ein Konzerthaus von Andrew Carnegie

Zu verdanken haben die New Yorker ihr Wunder-Konzerthaus dem Stahlindustriellen und Kunstmäzen Andrew Carnegie (1835 – 1919). Er wollte der aufstrebenden Stadt New York ein Konzerthaus im Stil namhafter Konzertsäle europäischer Metropolen stiften. William Burnet Tuthill erbaute damals die Halle im Stil der italienischen Renaissance.

Die offizielle Eröffnung der Carnegie Hall mit einem Konzert von Tschaikowsky war dann am 5. Mai 1891. Komplett fertiggestellt war sie allerdings erst 1897. Das Gebäude gehörte den Carnegies, bis es 1924 an den Grundstücksmakler Robert Simon verkauft wurde. Heute ist es wie das Empire State Building, die Freiheitsstatue oder das Guggenheim-Museum auf jeden Fall eines der Wahrzeichen New Yorks.

Zahlreiche Berühmtheiten in der Carnegie Hall

Seit ihrer Eröffnung traten zahlreiche Stars in der Carnegie Hall auf. Alles, was Rang und Namen hatte, war und ist auf der Bühne der Konzerthalle zu hören und zu sehen. Beispielsweise hatte der Pianist und Komponist Sergej Rachmaninow am 13. November 1909 hier sein Debüt. Gemeinsam mit dem Boston Symphony Orchestra präsentierte er sein Zweites Pianokonzert. 1942 trat er zum letzten Mal hier auf – in der Zwischenzeit war er fast hundert Mal in dem Konzertsaal zu Gast gewesen.

1925 debütierte Igor Strawinsky, 1938 wurde Benny Goodman gefeiert. 1961 trat hier Judy Garland auf und 1968 lud Martin Luther King Jr. zu einer Ansprache ein – nur sechs Wochen vor seiner Ermordung in Memphis. Heutzutage gastieren hier Popstars wie Lady Gaga sowie Klassikhelden wie Lang Lang.

Die legendäre Akustik des Großen Konzertsaales

Dass internationale Rockgrößen in dem prächtigen Gebäude an der Ecke 57. Straße und 7. Avenue ebenso auftreten wie klassische Orchester und Musiker, liegt nicht nur am großen Namen des Veranstaltungsortes. Sondern auch an der bemerkenswerten Akustik des Großen Saals mit 2804 Plätzen auf fünf Ebenen. Er wurde 1986 nach dem weltweit gefeierten Geiger Isaac Stern (1920 – 2001) benannt, der über den Saal einmal sagte, er sei selbst wie ein Instrument. Die Namensgebung hat ihren besonderen Grund: Als die New Yorker Philharmoniker, die die Carnegie Hall bisher als Auftrittsort genutzt hatten, 1960 ins Lincoln Center umzogen, sprachen sich viele dafür aus, dass die Halle abgerissen werden sollte. Stern setzte sich für den Erhalt des Hauses ein – und hatte immerhin Erfolg.

Viel zu Erleben und Erfahren in der Carnegie Hall

Zum Gebäude gehört das sehenswerte Rose Museum, in dem die Chronik des Hauses ausgestellt ist. Zu sehen gibt es legendäre Konzertprogramme, Poster mit Autogrammen, Manuskripte, Partituren und Videos. Allen Neugierigen und Musik-Fans ist ein Besuch der Halle und des Museums unbedingt zu empfehlen.

Für Touristen werden Führungen durch die Carnegie Hall angeboten. Außerdem gibt es noch einen Souvenirshop. Für das leibliche Wohl nach so viel Promi-Atmosphäre sorgen das Citi Cafe, Jacobs Room und die Zankel Hall Bar.

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Fifth Avenue als berühmteste und teuerste Einkaufsstraße der Welt

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Fifth Avenue: Legendär schon im Film mit Audrey Hepburn

Ein »Frühstück bei Tiffany’s« wusste schon Audrey Hepburn in den sechziger Jahren zu schätzen. Unvergessen die Filmszene, wo sie als Partygirl Holly im Morgengrauen träumerisch über die menschenleere Fifth Avenue von Schaufenster zu Schaufenster schlendert…

Einkaufen bei Tiffany’s in der Fifth Avenue

Nun, menschenleer erlebt man die 5th Avenue im wahren Leben eher nicht. Im Gegenteil: Die wohl berühmteste Einkaufsstraße der Welt ist angesagt wie nie zuvor, und das liegt auch an Tiffany’s. Seit den vierziger Jahren hat der Edel-Juwelier hier seinen noblen Flagship-Store, der auch heute noch zu den großen Attraktionen der Straße gehört; die wunderschöne Art-Déco-Fassade des Eingangs mit dem uhrentragenden bronzenen Atlas über dem Portal zählt zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt.

Shopping bis zum Umfallen

Dabei gibt es noch genügend anderes zu sehen und zu erleben. Einkaufen bis zum Umfallen, zum Beispiel. Unter diesem Motto kann man die Shopping-Meile ganz gut beschreiben. Es gibt wohl keinen Designer-Namen, der etwas auf sich hält, der nicht an dieser vornehmen Einkaufsmeile vertreten wäre. Ein wenig Kleingeld benötigt man dabei aber schon, denn insbesondere im Bereich zwischen der 49. und der 59. Straße präsentiert sich die Fifth Avenue als teuerste Straße der Welt.

Aber auch, wer nur durch die Läden bummelt und die Auslagen bewundert, kommt voll auf seine Kosten. Bulgari und Prada, Bergdorf-Goodman und Versace, Van Cleef und Arpels und Ungaro… Namen über Namen, die die Crème de la Crème der internationalen Modeszene bilden, reihen sich wie Perlen an einer Kette aneinander. Tipp: Besonders prunkvoll sind die Dekorationen zu Weihnachten.

Fifth Avenue, Einkaufsmeile der Superlative

Museumsmeile Fifth Avenue

Wer nicht einkaufen möchte, wird sich am eleganten Flair der Fifth Avenue erfreuen. Die Straße ist nicht nur eine Einkaufsmeile der Superlative. Entlang des Central Parks, der sich an der Fifth Avenue schmiegt, wird die Straße zur schicken Wohngegend mit beeindruckender Architektur. Und Sehenswürdigkeiten gibt es ebenfalls reichlich, allen voran die beiden weltberühmten Kunsttempel des Metropolitan und des Guggenheim Museums oder die St. Patrick’s Cathedral und das Rockefeller Center, das berühmte Hotel Plaza oder das Flatiron Building. Ein Spaziergang durch die Fifth Avenue ist wie eine kleine Sightseeing-Tour durch Manhattan!

Fifth Avenue, Metropolitan Museum

Die Anfänge der Fifth Avenue

Dabei fing alles einmal ganz bescheiden an. 1811 beschloss das Stadtparlament die weitere Bebauung Manhattans auf Grundlage eines rechtwinkligen Straßenrasters. Die Stadtplanung folgte den Idealen der damals noch jungen amerikanischen Demokratie: Es sollte keine Prachtboulevards, große Plätze oder eine hierarchische Ordnung geben. Daher tragen die Straßen auch keine Namen, sondern wurden lediglich mit Nummern bezeichnet.

Richtig los ging es dann erst im frühen 20. Jahrhundert, als immer mehr Hotels und edle Geschäfte in die Straße zogen. Und Audrey Hepburn ist mit ihrem »Frühstück bei Tiffany’s« auch nicht lange allein geblieben, denn auch Kino-Blockbuster unserer Tage wie »Sex in the City« oder die TV-Serie »Gossip Girls« kommen ohne das glamouröse Flair der Fifth Avenue nicht aus.

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Waldorf Astoria Hotel – Legendäres Haus an der New Yorker Fifth Avenue

Waldorf Astoria Hotel New York
++++Update 01.01.2017: „Under Renovation“+++++
Das Hotel ist dauerhaft geschlossen. Geplant ist, Teile des Hotels in Luxusapartments umzuwandeln. Es wird mit voraussichtlich zwei bis drei Jahren Umbauphase gerechnet.

Eleganz, Stil und Glamour: Waldorf Astoria Hotel

Es gibt nur wenige Hotels auf der Welt, die zu den wirklich exklusiven und einzigartigen Häusern zählen und bei denen allein der Klang ihres Namens Eleganz, Stil und Glamour verspricht. Das Waldorf Astoria in New York gehört zweifellos dazu.

Waldorf Astoria Hotel mit Vorfahren aus Walldorf (Baden)

Der Name Waldorf Astoria geht auf den Vorfahr Johann Jakob Astor zurück. Er wurde 1763 im badischen Walldorf geboren und war damals der reichste Mann in Amerika durch den Handel mit Pelzen, Porzellan und Immobilienspekulationen.
Waldorf Astoria Hotel, 1931 das größte Hotel der Welt

Waldorf Astoria Hotel, 1931 das größte Hotel der Welt

Das Hotel blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits 1893 wurde das erste Waldorf Astoria an der New Yorker Fifth Avenue eröffnet, wo es aber knapp vier Jahrzehnte später dem Empire State Building weichen musste. 1931 wurde dann der heute noch bestehende Neubau des Waldorf Astoria an der Park Avenue eingeweiht. Es war seinerzeit das größte und prächtigste Hotel der Welt. Die Eröffnung des Art-Déco-Baus geriet damals zum nationalen Großereignis. Sogar US-Präsident Herbert Hoover gratulierte landesweit im Radio.

Viel Geschichte im Waldorf Astoria Hotel

Unzählige Berühmtheiten sind seitdem im Waldorf Astoria abgestiegen. Deren Geschichten, Skandale und Erlebnisse sind inzwischen genauso legendär wie das zeitlos-schicke Hotel selbst. Zwar ist der Glanz der Vergangenheit inzwischen ein wenig verblasst, und sicher gibt es mittlerweile viele andere, moderne Hotels in New York, die es an Exklusivität leicht mit dem Waldorf Astoria aufnehmen können. Aber nur hier weht ein Hauch von Geschichte und Hotel-Magie durch die gediegenen alten Säle, dem sich niemand entziehen kann.
Prachtvolle Standuhr im Waldorf Astoria Hotel

Prachtvolle Standuhr im Waldorf Astoria Hotel

Das Waldorf Astoria erstreckt sich über einen ganzen Block und verfügt über eine Zimmerkapazität von fast 1.400 Zimmern. Im Foyer des Waldorf Astoria Hotels steht ferner eine prachtvolle Standuhr mit einem Gewicht von zwei Tonnen. Wer das nötige Kleingeld hat, sollte sich den Sonntagsbrunch nicht entgehen lassen.

Waldorf Astoria Hotel als Sehenswürdigkeit

Und wer nur mal einen Blick hineinwerfen möchte: Touristen können sich ohne Probleme die beeindruckende Lobby im Waldorf Astoria Hotel anschauen. Sie wurde mit edelsten Materialien wie Marmor und Gold dekoriert und ist ein Kleinod des Art Déco, wie man sie nur noch selten findet. Bei den meisten Fremdenführern, die Touren durch New York anbieten, gehört ein Blick ins Waldorf Astoria Hotel bereits zum Standardprogramm. Die Hotelgäste haben sich daran gewöhnt und nehmen die Neugier der Touristen gern in Kauf. Schließlich wohnen sie in einem der bekanntesten und beliebtesten Hotels der Welt.

Waldorf Astoria Hotel, The Waldorf Towers
Für die Reichen und Schönen, Prominente oder Staatsgäste, die hingegen mehr Ruhe und Privatsphäre suchen, gibt es in den oberen Etagen das The Waldorf Towers. Das ist ein Hotel im Hotel mit einem separaten Eingang. Hier kann man ungestört und in aller Ruhe einchecken, denn dieser Bereich ist tabu für Besucher. Bekannte Gäste waren hier schon die englische Königsfamilie oder amerikanische Präsidenten.

Ideale Lage des Waldorf Astoria

Überdies könnte die Lage des Hotels idealer nicht sein: Da sich das Haus im Zentrum von Manhattan befindet, haben Hotelgäste ohne lange Wege die Möglichkeit, in den bekanntesten und angesagtesten Boutiquen New Yorks zu shoppen. Weitere Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das Rockefeller Center sowie die gegenüberliegende St. Patrick’s Cathedral, die sich in unmittelbarer Nähe zum Hotel befinden, sind bequem zu besichtigen. Die Hauptfiliale von Saks Fifth Avenue ist nur rund 200 Meter entfernt, der Central Park ist nach 600 Meter erreicht.

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Chrysler Building – Ein Wolkenkratzer wie ein Auto!

Chrysler Building Manhattan NYC

Chrysler Building – Schönheit und Eleganz

Ein Wolkenkratzer, der aussieht wie ein Auto?? Nicht ganz, aber völlig daneben liegt man damit auch nicht. Die Rede ist vom Chrysler Building in Manhattan, für viele das schönste und eleganteste Hochhaus von ganz New York. Und das will was heißen in der an großen Gebäuden nicht gerade armen Mega-City.

Topp-Sehenswürdigkeit Chrysler Building

Walter P. Chrysler, der legendäre Autobauer und Multimillionär, war es, in dessen Auftrag der Turm von 1928 bis 1930 errichtet wurde. Das Ergebnis ist bis heute eine der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten New Yorks.

Chrysler Building, eines der höchsten Gebäude in New York

An einer Ecke der 42. Straße gelegen, prägt das imposante Gebäude seit seiner Erbauung maßgeblich die Skyline der US-Metropole am Hudson. Mit seiner Höhe von 319 Metern war es bei der Eröffnung im Jahr 1930 das höchste Gebäude der Welt. Heute ist es immer noch das vierthöchste Gebäude in New York City, lediglich das neue One World Trade Center, das Empire State Building sowie der Tower der Bank of America sind höher.

Chrysler Building im Art Déco-Stil

Besonders bemerkenswert ist der Baustil dieses Gebäudes, das im damals populären Art Déco-Stil ausgeführt wurde. Teile der Fassade sind dabei aus Edelstahl gefertigt, genauso wie die gesamte Kuppel. Um eine deutliche und für jeden sichtbare Verbindung zum weltbekannten Autobauer Walter P. Chrysler herzustellen, wurden an der Fassade zahlreiche Schmuckelemente verwendet, deren Formgebung an Autos erinnern: So hat man Wasserspeier angebracht, deren Aussehen Radkappen oder auch Kotflügeln beziehungsweise Kühlerfiguren zeitgenössischer Fahrzeuge nachempfunden sind.

Insofern also doch: Ein Wolkenkratzer wie ein Auto! Die allzu große optische Nähe der architektonischen Details zu Produkten aus der Automobilproduktion stieß übrigens nach Fertigstellung des Hauses durchaus nicht nur auf Gegenliebe: Viele fanden das Chrysler Building zunächst schlichtweg geschmacklos. Heute hingegen ist es eine Architektur-Ikone in den USA.

Chrysler Building im Innern

Das Innere des Gebäudes steht der spektakulären Eleganz der Fassade jedoch in nichts nach. Durch ein drei Stockwerke hohes Eingangsportal aus schwarzem Marmor gelangt man in die dreieckige Eingangshalle, welche hauptsächlich als Zugang zu den Fahrstühlen dient.
Chrysler Building Eingangshalle

Die Ausstattung der Lobby ist durch seine Farbigkeit und die Auswahl edler Materialien wie Nickel, Chrom, Stahl, aber auch exotischen Hölzern von beeindruckender Exklusivität. Die Wände und Böden sind in rotem Marmor und gelber Sienaerde gehalten und dekorative Zierleisten aus Bernstein, Onyx und blauem Marmor steigern die Wirkung des Raumes noch im kleinsten Detail. Die Lobby ist für Besucher geöffnet, und man sollte nicht versäumen, diese architektonische und dekorative Pracht zu bestaunen. Das entschädigt auch dafür, dass das Chrysler-Gebäude keine Aussichtsplattform hat, von der aus man sicher einen grandiosen Blick über Manhattan genießen könnte.

Wechselnde Besitzer des Chrysler Buildings

Übrigens: Der Namensgeber und Bauherr Walter P. Chrysler verkaufte das Gebäude bereits in den 1950er Jahren, nachdem es als Konzernzentrale zu klein geworden war und man einen anderen Standort wählte. Während der folgenden Jahre wechselten die Eigentümer mehrmals. Heute gehört das Chrysler Building einem Staatsfonds aus dem arabischen Abu Dhabi, der es im Jahr 2008 für rund 800 Millionen US-Dollar von einer deutschen Investmentgesellschaft erwarb; der Wolkenkratzer wird von unterschiedlichen Firmen als Bürogebäude genutzt. Doch es bleibt für immer das Chrysler Building.

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Chinatown New York – Konfuzius mitten in Manhattan

Chinatown New YorkStadtteil Chinatown New York

Wie in fast jeder großen amerikanischen Stadt gibt es auch in New York nicht nur ein jüdisches Viertel, sondern auch eines, das größtenteils von Chinesen bewohnt wird: Chinatown. Allein in diesem Stadtteil leben rund 150.000 Menschen mit chinesischen Wurzeln, in ganz New York sind es etwa doppelt so viele. Das chinesische Stadtviertel ist in einer Zeit entstanden, als viele Chinesen für den Eisenbahnbau und andere einfache Arbeiten in den USA angeheuert wurden. Die Einwanderer wollten Ihr kulturelles Erbe erhalten und bildeten eigene Quartiere.

Anlaufstelle Chinatown

Chinatown NYC PlakatAuch heute noch spricht in etwa die Hälfte der Bewohner von Chinatown kein Englisch. Während andere Immigranten-Stadtviertel wie Little India oder das jüdische Viertel über die Jahre etwas kleiner geworden sind und immer weniger an ihre Wurzeln erinnern, dehnt sich Chinatown immer weiter aus. Die Gemeinde hat einen gewissen Wohlstand erreicht. Sie ist nach wie vor eine beliebte Anlaufstelle für Chinesen, die sich aus ihrem Heimatland auf den Weg nach New York machen, um dort zu leben. Seit der Rückgabe Hongkongs an China im Jahre 1997 gab es eine weitere Einwanderungswelle aus Hongkong. Im Vergleich zur ersten Einwanderungsperiode handelte es sich dabei um vorwiegend deutlich wohlhabendere Chinesen.

Günstig Essen gehen in Chinatown New York

Das Zentrum erstreckt sich entlang der Canal Street sowie der Mott Street. Dort gibt es allerlei Läden und Geschäfte die sich auf exotische Gewürze, asiatische Lebensmittel und auch gefälschte Markenartikel spezialisiert haben. Eine touristische Attraktion in dem Sinne ist das Stadtviertel nicht, da es eigentlich zur Versorgung mit Gebrauchsgütern und Lebensmitteln des alltäglichen Bedarfs der hier lebenden Chinesen sowie Asiaten dient.

Aber viele New Yorker und Touristen nutzen Chinatown, um günstig Essen zu gehen und um einmal in eine unbekannte, exotische Welt einzutauchen. Im Gebiet um Mulberry Street und Grand Street gibt es hunderte von chinesischen Restaurants, die für ihre gute Küche bekannt sind und deren Besuch sich lohnt. In Chinatown finden fast täglich kleinere Flohmärkte statt, auf denen Waren aller Art angeboten werden. Ein Bummel über die Märkte und durch die Läden ist spannend und kann sich lohnen, auch wenn die Rolex, die dort angeboten wird, wohl kein echtes Markenfabrikat ist. Vorsicht beim Kauf ist also angesagt!

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Chinesisches Neujahrsfest

Echt chinesisch und besonders turbulent geht es in Chinatown jährlich zum chinesischen Neujahrsfest zu. In diesem Jahr war das um den 23. Januar herum, während das Chinesische Neujahr im kommenden Jahr am 10. Februar stattfindet. Zehn Tage lang herrscht hier dann buntes Treiben mit den verschiedensten Veranstaltungen, vielen musikalischen Darbietungen und Banketten. Am bekanntesten ist wohl die farbenprächtige Parade mit Festzügen, Musikgruppen, Löwen- und Drachentänzern, Musikanten, Zauberern und Akrobaten. Fast 5.000 Teilnehmer werden es sein, wenn sich die Parade ab 13:00 Uhr durch Chinatown windet. An der Bayard Street startet kurz danach das Festival der Kulturen.

Buddha und Konfuzius

Weiterhin unbedingt sehenswert: Im Eastern States Buddhist Temple (64b Mott Street) kann man über 100 goldene Buddha-Statuen bestaunen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in Chinatown New York zählt ferner die Konfuzius-Statue, erschaffen vom Künstler Liu Shih. Sie befindet sich am Confucius Plaza im Süden des Viertels zwischen Bowery und Division Street.