Penn Station – Größter Fernbahnhof in New York

Penn Station SubwayPenn Station – Zugleich unbeliebtester Ort der Stadt

Düster, dunkel, deprimierend – Die Urteile der New Yorker und Touristen über den größten Fernbahnhof der Stadt, die Penn Station (Pennsylvania Station) im Westen Manhattans, könnten schlimmer nicht ausfallen. Obwohl täglich von rund 650.000 Reisenden und Pendlern frequentiert, gehört die Station zu den unbeliebtesten Orten der Stadt. Wer einmal dort war, weiß warum. Abweisende und nichtssagende Eingänge, umgeben von gesichtsloser Architektur der 1970er Jahre, sind wahrhaft kein attraktives Entrée. Innen wird es nicht besser. Labyrinthische Gänge führen zu den unterirdischen Gleisanlagen, ergänzt durch grelles Neonlicht und niedrige, bedrückende Decken. Hat man es geschafft, durch diesen Moloch zu den Zügen durchzukommen, will man nur noch weg.

Einst prunkvolle Architektur

Das war nicht immer so. Der 1910 eröffnete Bahnhof besaß einst eines der schönsten Empfangsgebäude der Welt. Außen durch majestätische Säulen und viel Neo-Barock geschmückt, fanden sich die Reisenden im Innern in einer gigantischen gewölbten Halle wieder. Sie ließ gleichermaßen an den Pariser Belle-Epoque-Bahnhof am Quai d’Orsay und an die Caracalla-Thermen in Rom denken. Nicht minder edel waren die großzügigen, mit riesigen Glasfenstern ausgestatteten Bereiche für die Bahnsteige gestaltet. Die prunkvolle Architektur war ein Meisterwerk des renommierten New Yorker Büros McKim, Mead & White. Die Pennsylvania Station galt als adäquates Eingangstor nach Manhattan. Doch 1963 war Schluss. Die ehrwürdigen Gebäude wurden trotz vieler Proteste dem Kommerz geopfert und abgerissen. Den Bahnbetrieb verlegte man in den Untergrund und das Areal mit Bürohochhäusern und einer Sportarena – dem inzwischen selbst legendären Madison Square Garden – wurde überbaut.

Der gegenwärtige Umbau gibt Hoffnung

Aber es gibt Hoffnung! Der Schandfleck Penn Station hat dazu geführt, dass New York den Denkmalschutz entdeckte. Dadurch blieb dem zweiten großen Fernbahnhof der Stadt, der Grand Central Station, ein ähnliches Schicksal erspart. Und auch die Penn Station wird wohl in absehbarer Zeit wie Phönix aus der Asche auferstehen, denn ein abermaliger Umbau ist bereits im Gang. Ziel des Vorhabens ist, das gleich neben dem Bahnhof stehende historische Postgebäude, seinerzeit ebenfalls von McKim, Mead & White errichtet, als neue Empfangshalle umzubauen und den Bahnverkehr zumindest zum Teil wieder an die Oberfläche zu holen.

Bis es soweit ist, heißt es für die Reisenden: Zähne zusammenbeißen und sich möglichst schnell einen Weg durch die schmuddelige Bahnhofswelt der Penn Station bahnen. Und bei der nächsten Ankunft wird man vielleicht schon wieder ähnlich prachtvoll empfangen wie anno 1910.

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Times Square – 50 Millionen Besucher jährlich

Times Square New York

Times Square is the heart of the city

Sie ist das unangefochtene Herz New Yorks, mit allem, was dazu gehört. Geliebt, gehasst, überlaufen, laut, herausfordernd und fesselnd zugleich. Eine eigentlich unschöne und gesichtslose Straßenkreuzung in Manhattan namens Times Square. Aber wer sich einmal dort aufhält, kann sich dem Eindruck nicht entziehen, im schillernden Zentrum der Welt zu stehen.

Mit mehr als 50 Millionen Besuchern im Jahr ist der Times Square in New York City, der Stadt voller weltberühmter Sehenswürdigkeiten. Mit seinen riesigen Billboards, seiner ganz eigenen Mischung aus Business, Entertainment und Lifestyle ist er wie ein Konzentrat der Stadt. Hier scheint New York am „amerikanischsten“ und zugleich am kosmopolitischsten zu sein. Somit ist der Ansturm der Touristen aus aller Welt auch nicht verwunderlich.

Entertainment und Shopping mitten im Theater District

Alles ist möglich, alle Wünsche sind erfüllbar, das ist die Botschaft der unzähligen riesigen LED-Werbetafeln. Grell blinkend und bunt entlassen sie ihre Versprechen von den Hausfassaden unaufhörlich und unübersehbar in die Straßenschlucht. Sie sind ein Teil der Faszination dieses Platzes.

Der andere Teil sind die Theater – der Times Square ist schließlich der Mittelpunkt des Theater Districts. Auch der legendäre Broadway ist eine der Straßen, die zum Platzareal gehören. Über 40 große und kleine Bühnen, darunter viele Musical-Spielstätten, versammeln sich um das Terrain und ziehen Millionen begeisterte Besucher an.

Der Times Square lädt zu allerlei mehr Aktivitäten ein. Entspannt den Platz auf sich wirken lassen, in Ruhe das quirlige Treiben beobachten. Oder sich gleich in das Vergnügen Schlemmen und Shoppen stürzen. Es gibt rund um den Platz eine Vielzahl an bekannten Themen-Restaurants, wie z.B. das Hard Rock Café oder Planet Hollywood. Unzählige Läden warten auf Shopping-Fans, darunter große Ketten einschlägiger Modemarken, Boutiquen von Disney und anderen Top-Entertainern sowie edle Labels in noblen Flagship-Stores.

Jedes Jahr auf’s Neue: „Happy New Year“ mit Ball Drop

Das war nicht immer so. In den 1970er Jahren war der Times Square sogar ein eher ungemütlicher, ja gefährlicher Ort, wo Drogenhandel und Prostitution an der Tagesordnung standen. Es wurde saniert und renoviert, neue Geschäfte und Hotels siedelten sich an, danach begann der Aufschwung. Mittlerweile ist der Platz sogar verkehrsberuhigt und einer der sichersten in ganz New York. Seinen Namen hat er übrigens von der berühmten Tageszeitung „New York Times“, die hier 1904 ihr Verlagsgebäude errichtete.

Einmal jährlich erlangt der Times Square eine weltweite Aufmerksamkeit, die ihresgleichen sucht. Am letzten Tag des Jahres steigt hier unter reger Promi-Beteiligung die ultimative Silvester-Party, deren Höhepunkt der von hunderttausenden Besuchern begeistert gefeierte „Ball Drop“ ist. Ist die schillernde Kugel unten, heißt es von hier: „Happy New Year“!

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Wolkenkratzer im Stahl- und Betonwald Manhattan

Manhattan Wolkenkratzer

Manhattan wollte schon immer hoch hinaus

Manhattans Geschichte ist die Geschichte der Wolkenkratzer. Nirgendwo sonst auf der Welt stehen so viele »Skyscraper« so dicht auf engstem Raum. Denn Manhattan ist klein, gerade mal 20 km lang und 4 Kilometer breit. Deswegen bestand schon früh der Wunsch in die Höhe zu bauen. Leider war das in diesen Zeiten nur bis höchstens 6 Stockwerken möglich. Das war die Höhe, die die Menschen damals zu Fuß erreichen konnten.

Erfindungen ermöglichen die ersten Hochbauweisen in Manhattan

Erst die Erfindung des Aufzugs von Elisha Graves Otis und der Einsatz von Gußeisenskeletten änderte dies. In SoHo entstand daraufhin das erste Haus, bei dem diese beiden Innovationen zum Einsatz kamen. Dabei ist das Haughwout Building aber dennoch nur fünf Stockwerke hoch. Erst 1875 hatte man mit dem Western Union Building zehn Stockwerke erreicht.

Kurze Zeit später führte der nächste große Innovationsschub zum Einsatz von Stahl und Beton. Gusseisenbauteile wurden nur noch als Fassadenschmuck verwendet. Immer höher zu bauen hätte auch immer dickere Grundmauern verlangt, was bei dem Raummangel in Manhattan nicht sinnvoll war. Erst der Einsatz der Stahlskelettbauweise öffnete den Himmel für die Bauherren. Denn diese Stahlkonstruktion trägt das gesamte Gewicht und gibt die Belastung an das Fundament weiter.

Der erste Wolkenkratzer in Manhattan

Nur damit war die Errichtung des dreizehnstöckigen Tower Buildings auf einer nur 65 Quadratmeter großen Baufläche im Jahre 1888 möglich. Er wird als der erste Wolkenkratzer New Yorks bezeichnet. 26 Jahre später schon wurde dieses spektakuläre Bauwerk abgerissen, da war das damals höchste Gebäude in Manhattan, das Woolworth Building, schon über 240 m hoch!

Manhattan Flatiron BuildingVorher jedoch wurde das auffälligste Hochaus in Manhattan mit dieser Stahlskelettbauweise errichtet, das Flatiron Building. Seine 20 Stockwerke mit sechs hydraulischen, dampfgetriebenen Otis-Aufzügen wurden auf einem kleinen Dreieck an der Kreuzung zwischen Broadway und der Fifth Avenue auf der Höhe der 23. Straße gebaut.

Nach nur sagenhaften 18 Monaten Bauzeit war 1931 der bis heute berühmteste Wolkenkratzer New Yorks fertiggestellt. Mit seinen 102 Stockwerken und 381 Metern hat es das Woolworth Building abgelöst. Das Empire State Building war das höchste Gebäude weltweit – und das für lange Zeit. Beide Meilensteine der Bauarchitektur errichtete man im selben Verfahren: die Verbindungen der Stahlelemente mit Nieten. Dabei wurden sie noch rotglühend in die Löcher der Träger eingeführt, wo sich verschmolzen und abkühlten. Jeder kennt die einzigartigen Fotos mit den tollkühnen Bauarbeitern, die in luftiger Höhe auf schmalen Stahlträgern standen und diese Arbeitsschritte durchführten.

Der berühmteste Wolkenkratzer steht in Manhattan

Manhattan Empire State BuildingZuerst wurden die Stahlelemente von einer Montage-Einheit in die richtige Stellung gebracht, bevor eine Arbeitsgruppe von fünf Männern das Vernieten durchführte. Einer (»Heater«) erhitzte sie auf einer Schmiede und warf sie dem »Catcher« zu, der sie in einem Eimer abkühlen ließ und eventuellen Zunder abklopfte. Danach rammte er sie in das Loch, während ein weiterer Arbeiter (»Bucker-Up«) sie festhielt und der »Driver« sie mit einem Drucklufthammer breitschlug. In einer Schicht von 7,5 Std. befestigte der Bautrupp so bis zu 800 Nieten. Der komplette Aufbau des Stahlskeletts mit seinen 102 Stockwerken dauerte daher nur sechs Monate.

Heute verwendet man ganz andere Bautechniken. Entweder verschweißt man Stahlskelettverbindungen oder die Wolkenkratzer bestehen aus Beton. Die senkrechten Pfeiler werden um Stahlstäbe herum mit Beton gegossen, bei den waagrechten Geschossen wird der Beton in Holzformen inklusive Stahlgeflecht gepumpt. So erhöht sich der künftige Wolkenkratzer Stockwerk um Stockwerk. In der letzten Bauphase sind die Außenfassaden an der Reihe, die aus unterschiedlichsten Materialien, wie z.B. Glas, Fliesen, Aluminium usw. bestehen kann, da sie nicht die Gebäudebelastung tragen müssen.

Spektakuläres World Trade Center

Manhattan WTC World Trade CenterBei modernen Hochäusern liegen unter der Erdoberfläche nicht nur Nutzungsräume und Zugänge sondern vor allem die lebenswichtigen Fundamente. Das ehemalige World Trade Center (WTC), nach fünfjähriger Bauzeit 1972 eröffnet, hat eines der imposantesten je errichteten Fundamente. Dabei wurde eine Baufläche von der Größe von 16 Fußballfeldern 20 Meter tief – erst dann begann festes Grundgestein – ausgegraben. Nicht unproblematisch durch die Nähe am Hudson River. Deswegen wurde um diese riesige Fläche herum ein Graben ausgehoben und mit Beton ausgegossen, der als Damm ein Eindringen des Flusswassers verhinderte. Nach der Ausgrabung des Bodens wurden die beiden Fundamente für die Zwillingstürme gegossen, die drei Jahre lang die höchsten Gebäude der Welt waren, bevor sie der 1974 fertiggestellte Sears Tower in Chicago mit 443 Metern ablöste.

Super Skyscraper One World Trade Center

Heute spricht man von »Super-Wolkenkratzern«. So einer steht nun seit 2014 anstelle des ehemaligen World Trade Centers, das 2001 zerstört wurde. Mit 541,3 Metern ist es derzeit (2018) das sechsthöchste Gebäude der Welt und natürlich das höchste in Manhattan.

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SoHo New York – Kaufrausch, Kunst und Kopfsteinpflaster

SoHo New York

Lebensgefühl SoHo New York

SoHo New York, das im Südwesten von Manhattan gelegene Quartier, ist kein Stadtteil, sondern ein Lebensgefühl. Hier in diesem Szene-Viertel ist vieles anders, als man es von New York erwartet, z.B. das Kopfsteinpflaster. In vielen Straßen stammt es noch aus dem 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert und erinnert an die Zeit, als Manhattan noch nicht von Straßenschluchten, riesigen Glasfassaden und High-Tech-Wolkenkratzern geprägt war. Authentizität ist das Stichwort, das immer noch gut zu SoHo passt. Genau wie die vielen schönen „Cast-Iron-Buildings“, Häuser mit gusseisernen Fassaden aus einer Zeit, als in der Gegend noch jede Menge Lagerhallen und Fabriken zu Hause waren.

SoHo New York – Happenings im Hinterhof

Dabei ist SoHo alles andere als gestrig. Der Aufstieg begann in den 1960er Jahren, als eine damals junge Hippie-Szene den Stadtteil entdeckte und fortan umkrempelte. Mit ihnen kam die Kunst: Jung, wild, kreativ und unkonventionell, mit Happenings, Performances und viel Musik. Bis heute hat sich der Ruf des Viertels als künstlerischer Hotspot erhalten – und das zu recht. Hunderte von Galerien, manche winzig klein im Hinterhof, manche zu wahren Kunsttempeln mit großen Ausstellungsflächen ausgeweitet, locken eine neugierige und zahlungskräftige Klientel – New Yorker wie Touristen. Wenn man möchte, kann man jeden Tag mindestens eine Vernissage besuchen und dabei die allerneuesten Trends erkunden.

SoHo New York Shopping: Trendig oder alternativ?

Wer nicht auf Kunst steht, dem bietet SoHo als Mode- und Shopping-Mekka unzählige weitere Gelegenheiten. Zwar gibt es zunehmend große Labels, aber auch immer noch kleine, feine Shops und Boutiquen, die für Erfolgs- und Glücksmomente im Kaufrausch sorgen. Ein Hauch Alternative weht durch die Straßen, die hier übrigens – auch das anders als im übrigen Manhattan – richtige Namen tragen: Spring Street, Prince Street und natürlich der berühmte Broadway, der sich durch das Viertel zieht. Einige der ältesten Häuser New Yorks befinden sich hier und geben einen Eindruck davon, wie diese Stadt einmal insgesamt ausgesehen hat. Im Gewirr der Straßen kann man hier schnell den Überblick verlieren. Was aber nichts macht, denn sich einfach treiben lassen, kommt dem SoHo-Style ziemlich nahe.

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Upper West Side: Mondäne Eleganz mit John-Lennon-Memorial

Upper West Side Dakota Building

Upper West Side: Mondän und verträumt zugleich

Weltoffen, stilvoll und sehr sophisticated: Die Rede ist von der Upper West Side. Jenem Teil Manhattans, der sich zwischen Hudson River sowie Central Park schmiegt und mit seinem eleganten Metropolen-Chic zu den Highlights der Stadt für New-York-Besucher gehört.

Gepflegte Brownstone-Häuser und makellose Fassaden verleihen diesem herrschaftlichen Viertel ein heimeliges Flair. Entsprechend ist die Upper West Side auch für betuchte Familien mit Kindern eine attraktive Wohngegend. Natürlich sind Läden, Cafés und Restaurants edel und teuer. Andererseits auch überraschend entspannt und verträumt, so dass die verhältnismäßig hohen Preise nicht abschrecken sollten.

Upper West Side: Dakota Building am Central Park

Eines der wohl bekanntesten Gebäude auf der Upper West Side in Manhattan ist das Dakota Building. Es ist das älteste der Gegend (gebaut im Jahr 1884). Das zehnstöckige Bauwerk ist um einen rechteckigen großen Atriumhof mit zwei Bronzebrunnen gebaut und erstreckt sich um den Häuserblock zwischen der 72. und der 73. Straße. Das luxuriöse Apartmenthaus errang traurige Berühmtheit, denn am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon unmittelbar vor dem Eingang des Dakota erschossen.

Upper West Side mit Lincoln Center und berühmten Museen

Kultur wird in der Upper West Side ebenfalls groß geschrieben. Neben den unzähligen Möglichkeiten, die allein das Lincoln Center bietet, sind es besonders die Museen, die das Quartier kulturell glänzen lassen. Das American Folk Art Museum bietet seinen Besuchern über 5000 attraktive Ausstellungsstücke der Volkskunst und des Kunsthandwerks aus der amerikanischen Epoche. Einen ganzen Tag kann man im berühmten American Museum of Natural History verbringen. Auf fünf Stockwerken wird im bedeutendsten Naturgeschichte-Museum der Welt die Evolution der Menschheit behandelt. Hier wandelt man auch auf Hollywood-Spuren: Das Gebäude war Schauplatz des Ben-Stiller-Streifens „Nachts im Museum“.

Und noch ein besonderer Tipp: Auf der Upper West Side befindet sich zudem einer der gemütlichsten und klassischsten Buchläden der ganzen Stadt. Der Shop befindet sich in der 82. Straße und Broadway und hat ein Riesenangebot an Literatur sowie ein heimeliges Café. Entsprechend nicht nur etwas für Bücherwürmer.

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Metropolitan Opera im Lincoln Center for the Performing Arts

Metropolitan Opera Lincoln CenterNur die Besten in der Met!

Die Metropolitan Opera – oder kurz die Met, wie sie liebevoll von den New Yorkern und Besuchern genannt wird – gehört neben der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala zu den berühmtesten und größten Opernbühnen der Welt. Gegründet wurde sie schon 1880. Von Anfang an war einer der Grundsätze der Opernintendanz, immer die besten und bekanntesten Dirigenten, Sänger und Musiker zu engagieren. Dabei ist es bis heute geblieben.

Spielort war bis 1966 ein Operngebäude nahe der 39. Straße am Broadway. Berühmte Künstler gaben sich hier die Klinke in die Hand. 1903 debütierte Enrico Caruso und blieb bis 1920. 1908 kam Gustav Mahler an die Met. Im gleichen Jahr wurde Arturo Toscanini Chefdirigent, Puccini ließ hier zwei seiner Opern uraufführen. 1956 beehrte Maria Callas erstmals die New Yorker Oper. 1966 bezog die „Metropolitan Opera Company“ – so der offizielle Name – das neue Gebäude im großen Komplex des Lincoln Centers, zu dem insgesamt elf kulturelle Einrichtungen gehören. Darunter die berühmte Juilliard School sowie die einstige Avery Fisher Hall, die heute David Geffen Hall heißt – sie ist Spielstätte der New Yorker Philharmoniker.

Metropolitan Opera: Ein Haus der Superlative!

Pro Saison werden etwa 20 bis 25 Opern gespielt, vom Klassiker bis zu ganz modernen Werken. Insgesamt gibt es in einer Spielzeit etwa 200 Aufführungen, zu denen ungefähr 800.000 Menschen kommen. Zu diesen rekordverdächtigen Zahlen passt, dass rund 3.900 Zuschauer im Saal Platz finden. Damit zählt das Opernhaus zu den größten Musiktheatern der Welt! Auch das Gebäude im Stil der Moderne mit seinen riesigen Bogenfenstern ist beeindruckend. Entworfen wurde es, wie alle Teile des Lincoln Centers, von Wallace Harrison. Blickfang im riesigen Zuschauerraum ist der überaus prächtige Vorhang, der mit Kordeln aus Seide und mit unzähligen Pailletten ausgestattet ist.

Die geführte Backstage-Tour in der Metropolitan Opera

Natürlich sollte man versuchen, während eines New-York-Aufenthalts Karten für eine Aufführung zu ergattern. Der Besuch einer Oper hier ist ein ganz besonderes Erlebnis, bei dem man die besondere und zu Recht berühmte Akustik erleben kann und sich vom Geschehen auf der riesigen Bühne gefangen nehmen lässt. Aber nicht immer bekommt man Karten. Trotzdem ist es möglich, das Opernhaus zu besichtigen. Jedenfalls sollte man als New-York-Fan unbedingt eine Führung durch die Met einplanen. Sehr unterhaltsam sind Touren, die regelmäßig stattfinden. Dabei gibt es unterschiedliche thematische Angebote.

Besonders spannend sind die Backstage-Touren mit viel Informationen zur Bühnentechnik und Aufführungspraxis, aber auch zum Haus und seiner Geschichte. Diese werden während der Saison werktags um 15 und sonntags um 10.30 und 13.30 Uhr angeboten. Wer die Oper besucht, sollte unbedingt auch einen Abstecher in den Shop machen. Dort gibt es nicht nur signierte Porträts berühmter Komponisten, sondern auch CDs, Kostüme, Operngläser und einiges mehr. Tolle Souvenirs und beliebte Mitbringsel für die Lieben daheim!

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Upper East Side – Shoppen, Kunst und deutsche Einwanderer

Upper East Side Museum Mile

Luxuriöse Upper East Side

Die Upper East Side ist immer noch das klassische Viertel des alten Ostküsten-Geldadels, auch wenn sich inzwischen vieles verändert hat. Das Ambiente ist gediegen und luxuriös, sehen und gesehen werden ist hier das Motto. Als New-York-Besucher hat man allerdings beste Chancen, hier dem einen oder anderen Promi über den Weg zu laufen.

Shoppen in der Upper East Side

Berühmte Straßen gibt es genügend, allen voran die Fifth Avenue mit ihren legendären Einkaufstempeln, bekannt aus Film-Klassikerin wie „Frühstück bei Tiffany“ oder dem „Sex and The City“-Streifen. Aber nicht nur diese Edelmeile ist eine feine Adresse: An der Ecke Lexington und 59th Street gehen besonders stilvolle Kunden bei Bloomingdale’s einkaufen, eine der Topadressen für exklusive Designermode. Überdies ist entlang der Madison Avenue selbst der Schaufensterbummel aufregend. Viele Boutiquen und bekannte Designerlabel beeindrucken mit sündhaft teuren Luxusartikeln.

Wer genug vom Shoppen und Flanieren hat, gönnt sich danach ein wenig Ruhe. Dabei stellt die Park Avenue zwischen Lexington und Madison Avenue eine echte Oase im Großstadt-Dschungel dar. Weite Straßen mit herrlichen Bauten laden zum Spazierengehen und Luftholen ein. Oder man macht einen Schlenker in den grünen Central Park, liegt ja gleich um die Ecke.

Upper East Side und Kunst in der „Museum Mile“

Eines der bekanntesten Aushängeschilder der Upper East Side ist schließlich die Museumsmeile. Das Metropolitan Museum ist eines der namhaftesten und beliebtesten Kunstmuseen der Stadt. Ein Besuch im „Met Museum“ in New York ist jedenfalls mehr als ein Museumsbesuch: Mit über zwei Millionen Kunstwerken aus über 5000 Jahren auf einer Ausstellungsfläche von 16 Hektar ist die Sammlung eine der meistbesuchten Attraktionen in der City. Weitere Highlights sind die in einer noblen Villa untergebrachte Frick Collection, das Guggenheim Museum mit seiner expressionistischen Architektur sowie das Smithsonian Museum mit seiner berühmten Kunstgewerbe- und Design-Sammlung.

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Deutsche Einwanderer in der Upper East Side

Übrigens speziell für Besucher aus Old Germany: Die Gegend ab der 79. Straße zwischen der Third Avenue und dem East River wird liebevoll „Yorkville“ genannt. In der Vergangenheit lebten hier vor allem viel deutsche Einwanderer. Daran erinnert heute noch das Restaurant „Heidelberg“. Bei Bratwurst und Weißbier fühlt man sich hier (fast) wie zu Hause.

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Empire State Building – weltberühmte Art-Déco-Ikone

Empire State Building, Manhattan, New York

Art-Déco-Ikone Empire State Building

Viele Besucher New Yorks halten das Empire State Building für den schönsten Wolkenkratzer der Stadt. Und man kann es auf jeden Fall verstehen! Die elegante Silhouette, die schwebende Leichtigkeit der Architektur, die stilvolle, ganz in kostbarem Marmor gehaltene Lobby strahlen genau jene Gediegenheit des Art-Déco-Stils aus, der noch heute stellvertretend für den Glamour der amerikanischen Metropole am Hudson steht. Das sah man übrigens kurz nach der Einweihung des spektakulären Gebäudes im März 1931 auch schon so, denn nur wenig später diente die Spitze des Wolkenkratzers als atemberaubende Kulisse für den Manhattan-Auftritt des Riesenaffen »King Kong« im bis heute unvergessenen gleichnamigen Hollywood-Grusel-Klassiker.

Wechselndes Farbenspiel in den oberen Etagen bei Nacht

Empire State Building bei Nacht
Fakt ist: Wenn man in New York ist, muss man hin zum Empire State Building. Das wohl bekannteste Gebäude New Yorks sowie eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Mit seiner Antenne auf dem Dach misst der Riese rund 443 Meter und gehört damit immer noch zu den höchsten Gebäuden des »Big Apple«. Durch seine markante Spitze, die samt der oberen Etagen in den Abendstunden eindrucksvoll in wechselnden Farben beleuchtet ist, gehört der Wolkenkratzer zu den auffälligsten Architekturikonen der Stadt.

Zentraler Orientierungspunkt in Midtown Manhattan

Die genaue Adresse ist 5th Avenue, zwischen der 33. und 34. Straße in Midtown. Daher ist der Riese nur wenige Gehminuten von vielen anderen bekannten Spots entfernt. Der Herald Square, an dem das weltberühmte Kaufhaus Macy’s seinen größten Store hat, liegt beispielsweise gleich um die Ecke. Andere Highlights wie der Times Square, Madison Square Garden oder das Flatiron Building sind in wenigen Minuten zu erreichen. Die U-Bahn-Linien B, F, M (alle orange) halten einen Block entfernt an der Station »34 St. Herald Sq«. Oder Sie nehmen die grüne U-Bahn-Linie 6, die zwei Blocks weiter an der Station »33 St« in der Park Avenue hält.

Höhenrausch auf der Aussichtsplattform

Empire State Building AussichtsplattformZiel aller Besucher ist die Hauptaussichtsplattform – auch »Observation Deck« genannt – in der 86. Etage. In 320 Metern Höhe wird ein herrlicher Ausblick über New York und bei klarer Sicht auch weit ins Land oder über das Meer garantiert. Die Öffnungszeiten sind leicht zu merken und immer gleich: Von morgens acht bis nachts um zwei kann man sich dem Höhenrausch hingeben. Wer übrigens ganz besonders fit ist, kann es den Teilnehmer am jährlichen Treppenlauf, dem »Empire State Building Run-Up«, nachmachen. Dabei erklimmen die sportlichen Akteure ebenfalls die Aussichtsplattform in der 86. Etage. Aber nicht mit Hilfe der bequemen Aufzüge, sondern durch das Treppenhaus über insgesamt sage und schreibe 1.576 Stufen!

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Harlem, das authentische Manhattan New Yorks

Harlem, alte Brownstone-Häuser
New York unverfälscht: Harlem

Nicht mal zehn Minuten braucht man mit der Subway, um vom Times Square nach Harlem zu kommen. Und doch ist man plötzlich in einer anderen Welt. Vom Hotspot des touristischen Zentrums wechselt man in einen Stadtteil, den man zunächst nicht mit dem Glamour-Image von Manhattan in Verbindung bringen würde. Dennoch ist Harlem ein Teil davon, manche sagen: der einzig authentisch gebliebene Teil.

Harlem, die bekannteste schwarze Gemeinde der Welt

Es ist noch gar nicht lange her, da wagten sich New-York-Besucher nicht in diese Gegend nördlich des Central Parks. Zu gefährlich, hieß es damals. In der Tat war Harlem vorher ein heruntergekommenes Stadtviertel, die Kriminalitätsrate über viele Jahrzehnte hoch. Das hat sich inzwischen radikal geändert. Das Quartier punktet heute mit seinem ganz unverwechselbaren Charme und ist einfach – attraktiv! Kein Wunder bei der ganz besonderen Geschichte des Quartiers, die eng mit seiner traditionell schwarzen Bevölkerung zu tun hat. Denn seit mehr als einem Jahrhundert ist Harlem das Zentrum afroamerikanischer Kultur in New York.  Überdies die bekannteste schwarze Gemeinde der Welt.

Der Harlem Beat

Das Viertel zeigt noch immer stolz die Wurzeln, denen man in den zahlreichen Soul-Food Restaurants oder den vielen Jazz-Clubs nachspüren kann, die Harlems Beat noch heute bzw. wieder Abend für Abend vor Publikum präsentieren. Aus verwahrlosten Siedlungen wurden seit den neunziger Jahren wieder charmante Wohngegenden. Ferner wurden die alten Brownstone-Häuser saniert und in leer stehenden Geschäften zog neues Leben ein. Nach und nach gewann das Viertel seine Identität zurück.

Zu sehen und erleben gibt es reichlich, etwa in der Hauptstraße Harlems, die 125th Street. Das dort ansässige Apollo Theatre ist für Konzerte erstklassiger Musiker und solcher, die es einmal werden wollen, bekannt. Es blickt schließlich auf eine lange Tradition zurück. Count Basie, Bessie Smith, Nat King Cole, Marvin Gaye, Sammy Davis Jr. und Aretha Franklin sind hier einst aufgetreten. Namen, die an die große Zeit des Soul erinnern und an ein Lebensgefühl, an das Harlem heute wieder anknüpft.

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Flatiron District – Spannendes Ziel mit historischem Charme

Flatiron District

Flatiron District: Bezirk mit wechselvoller Geschichte

Vor hundert Jahren war der Flatiron District ein großes Wohn- und Geschäftszentrum in Manhattan. Diesen Status erlangte das Viertel sowohl durch den Zuzug einflussreicher Personen, als auch durch neue und große Kaufhäuser. Diese zogen wiederum zahlreiche gut betuchte Gönner an. Sogar der Met Life Tower war hier für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt.

Während der Stern um die Mitte des 20. Jahrhunderts langsam zu verblassen begann, blieb der Kern jedoch intakt. Und kehrte in den späten 1980er und 1990er Jahren fulminant wieder. Heute gibt die gusseiserne Beaux-Arts-Architektur dem Viertel seinen historischen Charme und arrangiert sich reibungslos in die sich veränderte Umgebung mit den neuen Geschäften, Restaurants und Nachtclubs.

Flatiron District: Attraktiver Anziehungspunkt in New York

Häufig als »Wiedergeburt« bezeichnet, ist der Flatiron District heute ein attraktiver Anziehungspunkt in New York. Hierher kommt man um zu Shoppen, zu Schlemmen, z.B. die prächtigen italienischen Leckereien bei Eataly. Oder um Fotos vom berühmten dreieckigen Flatiron Building, dem absoluten Highlight im Gebiet um die Fifth Avenue und Broadway, zu machen. (Oder genauer: Das Viertel verläuft ca. von der 18th zur 27th Straße, zwischen Lexington und Park bzw. Sixth Avenue.)

Aber all die zahlreichen Besucher können nicht die entspannte Art der dort Einheimischen schmälern, die gern im Madison Square Park relaxen. Die sich gegenseitig auf dem Spielplatz oder beim Hundausführen grüßen, oder einfach nur den Sonnenuntergang genießen, der sich allabendlich gegen den großstädtischen Himmel abzeichnet.

Flatiron District: Spannendes Ziel und Architektur-Highlight

Tagsüber ist der Flatiron District ein spannendes Ziel für Designinteressierte sowie für Kunden auf der Suche nach skurrilen Gegenständen. Aber auch Feinschmecker, die hier den besten Küchen der »New American Cuisine« hinterher sind. Und natürlich wegen dem Flatiron Building: Der wunderschöne im Jahre 1902 erbaute Wolkenkratzer, dessen dreiseitige Beaux-Arts-Fassadengestaltung weithin über die Kreuzung der Fifth Avenue und Broadway beeindruckt. Diese herrliche Gusseisenarchitektur ist der passende Begleiter für all jene kunstsinnigen Besucher, die sich hier im Viertel nach Design, Fotografie, Kleidung und kleinen pfiffigen Läden umsehen. Moderne und stylische Restaurants sind hier übrigens ebenfalls in Hülle und Fülle.

Flatiron District: Nightlife und Stadtpark

Aber der District erblüht so richtig erst in der Nacht, wenn die gut betuchte Szene in High-Heels in die zahlreichen Lounges, Clubs und Cabarets ausgeht, die alle reichlich Grund bieten, immer wieder zurückzukehren. Und kein Besuch im Flatiron District ist vollständig, ohne einen Ausflug in den Madison Square Park. Früher ein Militärgelände, wurde die grüne Oase 1847 an die Öffentlichkeit übergeben. In den wärmeren Monaten finden eine Reihe von Konzerten, Lesungen und öffentlichen Kunstausstellungen statt.

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