Was den Nahverkehr angeht, ist New York alles andere als typisch amerikanisch. Im Gegensatz zu anderen US-Städten benutzen in der Megacity die meisten Einwohner öffentliche Verkehrsmittel. Auf den Straßen Manhattans sind nur 50 Prozent Privatfahrzeuge unterwegs.
Taxis
Sie prägen die Straßen und das Stadtbild New Yorks wie kein anderes Verkehrsmittel – und das seit fast 100 Jahren: Die Yellow Cabs. 1915 gründete John Daniel Hertz in Chicago die „Yellow Cab Company“. Dank der prägnanten gelben Signalfarbe und der niedrigen Fahrpreise fand der Selfmademann schnell Lizenznehmer im ganzen Land. Heute rollen zirka 12.000 gelbe Taxis durch New York und warten darauf, per Handzeichen gestoppt zu werden. Seit 2009 werden nur noch Hybrid-Taxis zugelassen.
U-Bahn
Das New Yorker U-Bahn-Netz, die „MTA New York City Subway“, ist nicht nur eines der ältesten (seit 1904), sondern auch eines der größten der Welt. Mit 27 Linien, 476 Bahnhöfen und über 390 Streckenkilometern liegt es auf Platz 2 hinter der London Underground. Fast fünf Millionen Fahrgäste besteigen täglich die 6.000 U-Bahn-Wagen und nutzen das weitläufige Streckennetz rund um die Uhr.
Die gelbe, rote, blaue und orange Linie sind die Hauptverkehrsstrecken, an denen sich Touristen orientieren können. Zusätzlich sollten New York-Besucher immer einen Fahrplan in der Tasche haben. Zur Hauptverkehrszeit fährt auf den am stärksten befahrenen Strecken etwa alle drei bis fünf Minuten ein Zug in jede Richtung. Zu den übrigen Tageszeiten reichen die Taktfolgen von vier bis zwölf Minuten und an den Wochenenden je nach Tageszeit zwischen sechs und 15 Minuten.
Ab Mitternacht verkehren deutlich weniger Züge als tagsüber. Außerdem sind in der Nacht nicht mehr alle Stationen geöffnet und die Züge halten nicht an jedem Bahnhof. Ob die Station geöffnet ist, erkennt man bereits an der Eingangstreppe. Leuchten die Lampen rot, ist der Bahnhof bereits geschlossen, bei grün ist die Station geöffnet.
Bei Expresszügen ist zu beachten, dass sie auch tagsüber nur etwa an jeder fünften Station halten. „Normale“ Züge, die Local Trains, und Expresszüge, die Express Trains, werden mit unterschiedlichen Symbolen gekennzeichnet (Local Train = Kreis, Express Train = Raute).
Busse
Auch das Busnetz ist in New York sehr gut ausgebaut. Täglich transportieren 4.000 Busse über zwei Millionen Fahrgäste auf 235 Linien. Der Einstieg in den Bus ist immer vorne beim Fahrer. Aussteigen kann man dagegen auch durch die hintere Tür. Davor muss man allerdings auf eines der „Tape Stripes“ drücken, die sich überall im Bus befinden. Erst dann leuchtet vorne im Bus „Stop requested“ auf und der Busfahrer weiß, dass er halten soll. Sobald der Buss stoppt, signalisiert ein grünes Licht über der Tür, dass diese geöffnet werden kann.
Wer sich eine MetroCard besorgt, kann kostenlos innerhalb von zwei Stunden zwischen Subway und Bus, Bus und Subway oder Bus und Bus umsteigen.
Züge
Die Nahverkehr- und Vorortzüge werden hauptsächlich von den Pendlern genutzt. Nach Long Island fährt die Long Island Railroad (LIRR). Mit dem New Jersey Transit kommt man von New Jersey nach New York und wieder zurück.
Entlang der Ostküste von Staten Island verkehrt die Staten Island Railway. Die Insel ist durch die Verrazano-Narrows-Brücke, der längsten der 2.027 Brücken von New York City, mit Brooklyn verbunden.
Fähren
Neben der kostenlosen Staten Island Ferry, die Pendler und Touristen von Manhattan nach Staten Island bringt, gibt es in New York 28 kommerzielle Fährlinien, die ständig oder saisonal den Hudson River queren oder von Brooklyn nach Manhattan fahren und umgekehrt.