1524 wurde die Halbinsel Manhattan zum ersten Mal von Europäern betreten. Über 100 Jahre später, 1626, kaufte der niederländische Seefahrer Peter Minuit den einheimischen Delaware-Indianern ihr Eiland „Manna-hatta“ für einen Gegenwert von 60 Gulden (zirka $ 24) ab.
Die Holländer gaben ihrer Kolonie den Namen Nieuw Nederland (Neu-Niederland), den Verwaltungssitz nannten sie Nieuw Amsterdam (Neu-Amsterdam).
Als die Briten das Gebiet rund um das heutige Manhattan eroberten, wurde daraus dann New York und in den folgenden Jahrhunderten aus diesem Fleckchen Erde die größte Stadt der USA.
Die Einwohnerzahl New Yorks hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts mehr als verdoppelt (1900: 3.437.202 Einwohner, 2007: 8.274.527 Einwohner).
Manhattan
Manhattan, die Keimzelle New Yorks, ist der wohl bekannteste und vielfältigste Bezirk. Im Financal District liegt der Nabel der Finanzwelt, die berühmte Wall Street. Außerdem findet man hier Ground Zero, die City Hall, die Brooklyn Bridge und die am Battery Park gelegenen Ablegeplätze der Fähren, die u.a. zur Freiheitsstatue fahren.
In SoHo treffen sich Künstler und Szenegänger. Mit seinen vielen Galerien und Museen (z.B. New Museum of Contemporary Art, Museum of African Art) ist das Viertel einem anderen New Yorker Stadtteil, nämlich Greenwich Village, sehr ähnlich. Basketball-Fans sei das Cage empfohlen, wo man den besten Amateuren der Stadt beim Spielen zusehen kann.
Das betriebsame Midtown lädt zu jeder Tages- und Nachtzeit zum Shoppen ein und ist auch das Zentrum für Xmas-Einkäufe. Ein Bummel durch die exklusive 5th Avenue ist für viele New York-Besucher ein Muss. Darüber hinaus kann man hier das Empire State Building, den Madison Square Garden, den Times Square, die Grand Central Station, das Chrysler Building und das Rockefeller Center besichtigen.
Am Abend lohnt sich ein Besuch eines der vielen Broadway Theater oder der Radio City Music Hall. In diesem Konzertsaal werden jedes Jahr die MTV Video Music Awards vergeben.
Im Intellektuellenviertel Upper West Side westlich des Central Parks sind z.B. das Museum of Modern Art, American Museum of Natural History und das Lincoln Center for the Performing Arts (u.a. mit New York State Theater und Metropolitan Opera House) sehenswert.
Auch in der noblen Upper East Side östlich des Central Parks liegen eine Vielzahl renommierter Museen, wie das Metropolitan Museum of Art, das Solomon R. Guggenheim Museum, die Frick Collection oder das Whitney Museum of American Art.
Brooklyn
Brooklyn war bis zur seiner Eingemeindung 1898 eine eigenständige Stadt. Der Bezirk hat sich bis heute eine ausgeprägte Autonomie bewahrt. Charakteristisch ist auch die große Unterschiedlichkeit der einzelnen Stadtteile. Downtown Brooklyn ist das drittgrößte Geschäftsviertel von New York City, Williamsburg und Greenpoint sind traditionelle Arbeiterviertel.
Die Brooklyn Bridge führt ins idyllische und malerische Villenviertel Brooklyn Heights. Der charmante Prospect Park, der Brooklyn Botanic Garden und Corney Island (Badestrand und Vergnügungspark inklusive New York Aquarium) laden zum Relaxen ein. Im „Historic District“ mit den ehemaligen Wohnhäusern berühmter Schriftsteller wie Truman Capote und Arthur Miller wird die Vergangenheit wieder lebendig.
Von Brooklyn aus gelangt man über die Verrazano-Narrows-Brücke nach Staten Island, die südlichste Insel New Yorks. Sehenswert sind dort vor allem die Historic Richmond Town, das Center of Tibetan Art, das Alice Austin House Museum und das Snug Harbour Cultural Center.
Queens
Das bunte Nebeneinander vieler Völker zeichnet den Bezirk Queens aus. Abwechslungsreich ist auch das Angebot an Sehenswürdigkeiten: Im Isamu Noguchi Garden Museum, im Queens Museum of Art und im Jamaica Bay Wildlife Refuge Center spiegelt sich die ethnische Vielfalt des flächenmäßig größten Stadtbezirks New Yorks wider.
Bronx
Ein Besuch in der Bronx ist wegen der vergleichsweise hohen Kriminalitätsrate nicht für jeden New York-Besucher uneingeschränkt zu empfehlen. Auf jeden Fall sollten Touristen ihr Besichtigungsprogramm tagsüber absolvieren und spätestens wenn es dunkel wird, den Bezirk verlassen. Zu sehen gibt es genug: für Tier- und Pflanzenfreunde den Bronx Zoo und den New York Botanical Garden, für Geschichts- und Kulturbeflissene den Woodlawn Cemetery und das Van Cortland House Museum und für Sportbegeisterte das Yankee Stadion.
Kleine Parks, Galerien, Vintage-Shops, Cafés – nirgendwo ist New York entspannter, sind die Leute offener und origineller als in der angesagten Lower East Side am südöstlichen Ende von Manhattan.
Mit der braunen Subway-Linie „M“ gelangt man am schnellsten dorthin. Haltestelle ist die „Bovery Street“.